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A
Aktivitätsmanagement
Anpassung körperlicher, geistiger, emotionaler und sozialer Aktivitäten an die individuelle Belastungsgrenze. Bei ME/CFS dient es vor allem dazu, PEM möglichst zu vermeiden.
Mehr dazu lesen →Autonome Dysfunktion
Störung der Regulation unwillkürlicher Körperfunktionen, etwa Herzfrequenz, Kreislauf oder Temperatur. Kann bei ME/CFS auftreten.
Mehr dazu lesen →B
Bell-Score
Skala zur groben Einschätzung der funktionellen Einschränkung bei ME/CFS. Ein Zahlenwert ersetzt keine individuelle ärztliche Beurteilung.
Mehr dazu lesen →Belastungsgrenze
Individuelle, teils schwankende Grenze, ab der Aktivitäten Beschwerden oder PEM auslösen können. Sie umfasst mehr als körperliche Bewegung.
Mehr dazu lesen →Brain Fog
Alltagsbegriff für kognitive Beschwerden wie Konzentrationsprobleme, verlangsamtes Denken oder Wortfindungsstörungen.
Mehr dazu lesen →C
Crash
Umgangssprachliche Bezeichnung für eine starke Verschlechterung nach Belastung; häufig im Zusammenhang mit PEM verwendet.
Mehr dazu lesen →D
Differenzialdiagnostik
Ärztliche Abklärung anderer oder zusätzlicher Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können.
Mehr dazu lesen →Dysautonomie
Oberbegriff für Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems; dazu zählen bestimmte Formen der orthostatischen Intoleranz.
Mehr dazu lesen →E
Energy Envelope
Englischer Begriff für den individuell verfügbaren Energierahmen. Pacing zielt darauf, innerhalb dieses Rahmens zu bleiben.
Mehr dazu lesen →Exertion
Englisch für Anstrengung oder Belastung. Bei PEM können auch geistige und soziale Anforderungen relevant sein.
Mehr dazu lesen →F
Fatigue
Anhaltende oder ungewöhnlich starke Erschöpfung. Bei ME/CFS ist sie nicht mit gewöhnlicher Müdigkeit gleichzusetzen; PEM ist ein besonders wichtiges Unterscheidungsmerkmal.
Mehr dazu lesen →Flare-up
Vorübergehende Verschlechterung von Beschwerden. Von länger andauernden Rückfällen wird teilweise gesondert gesprochen.
Mehr dazu lesen →G
GET (Graded Exercise Therapy)
Trainingsansatz mit fest vorgegebenen Aktivitätssteigerungen. NICE rät bei ME/CFS ausdrücklich von solchen festen Steigerungsprogrammen ab.
Mehr dazu lesen →H
Herzfrequenzmonitoring
Beobachtung des Pulses als mögliche Ergänzung des Pacing. Nicht für alle Erkrankten geeignet und kein Ersatz für Symptomwahrnehmung; besonders bei POTS sind Werte schwerer interpretierbar.
Mehr dazu lesen →Hypersensitivität
Erhöhte Empfindlichkeit etwa gegenüber Licht, Geräuschen, Berührung oder Gerüchen. Reizreduzierung kann deshalb wichtig sein.
Mehr dazu lesen →I
Immunsystem
Körpereigenes Abwehrsystem. Immunologische Auffälligkeiten werden bei ME/CFS erforscht; aus einzelnen Laborwerten allein lässt sich die Erkrankung nicht sicher diagnostizieren.
Mehr dazu lesen →L
Long COVID
Oberbegriff für länger anhaltende Beschwerden nach einer SARS-CoV-2-Infektion. Ein Teil der Betroffenen erfüllt die Kriterien für ME/CFS.
Mehr dazu lesen →M
MCAS
Mastzellaktivierungssyndrom. Kann mit einer Vielzahl an Beschwerden einhergehen und als Begleiterkrankung in Betracht kommen.
Mehr dazu lesen →ME/CFS
Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom: komplexe, oft schwer beeinträchtigende chronische Erkrankung, bei der PEM ein zentrales Merkmal ist.
Mehr dazu lesen →O
Orthostatische Intoleranz
Beschwerden in aufrechter Körperhaltung, die sich im Liegen bessern können; zum Beispiel Schwindel, Benommenheit oder Herzrasen.
Mehr dazu lesen →P
Pacing
Individuelles, vorausschauendes Energie- und Aktivitätsmanagement, um PEM und Zustandsverschlechterungen möglichst zu verhindern. Kein Aufbautraining.
Mehr dazu lesen →PEM (Post-Exertional Malaise)
Belastungsinduzierte Symptomverschlechterung nach körperlicher, kognitiver, emotionaler oder sozialer Aktivität; oft verzögert und mit langer Erholung.
Mehr dazu lesen →POTS
Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom: überschießender Pulsanstieg bei aufrechter Haltung, häufig mit weiteren Beschwerden.
Mehr dazu lesen →Post-Vac-Syndrom
Bezeichnung für anhaltende Beschwerden nach einer Impfung. Die genaue Abklärung möglicher Ursachen ist wichtig; Begriff und diagnostische Einordnung sind nicht einheitlich.
Mehr dazu lesen →R
Reizabschirmung
Reduktion von Licht, Geräuschen, Berührung oder anderen Reizen zur Entlastung bei ausgeprägter Empfindlichkeit.
Mehr dazu lesen →Rückfall (Relapse)
Länger anhaltende Verschlechterung des bisherigen Zustands, etwa nach Überlastung oder Infekten.
Mehr dazu lesen →S
Schweregrade
Einteilung des Ausmaßes funktioneller Einschränkungen. Schwere und schwerste Verläufe können umfassende Unterstützung bei grundlegenden Alltagstätigkeiten erfordern.
Mehr dazu lesen →Schlafstörung
Bei ME/CFS ist Schlaf oft nicht erholsam; auch Ein- und Durchschlafprobleme können auftreten.
Mehr dazu lesen →Symptomtagebuch
Kurze Dokumentation von Aktivitäten und Beschwerden, um mögliche Auslöser verzögerter PEM zu erkennen. Nur soweit das Führen selbst nicht belastet.
Mehr dazu lesen →T
Trigger
Auslöser einer Symptomverschlechterung, beispielsweise Anstrengung, Reizüberflutung, Stress oder Infektionen.
Mehr dazu lesen →V
Versorgungsplanung
An die Belastbarkeit angepasste Organisation von medizinischen Terminen, Pflege, Hilfsmitteln und Unterstützung.
Mehr dazu lesen →Z
Zustandsverschlechterung
Zunahme bestehender oder Auftreten neuer Beschwerden; bei ME/CFS besonders im Zusammenhang mit PEM und Überlastung relevant.
Mehr dazu lesen →Medizinische Grundlagen
Die kurzen Erklärungen orientieren sich unter anderem an den Empfehlungen von NICE, CDC und der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS. Begriffe und Forschung entwickeln sich weiter.

