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Wissen · Lexikon

ME/CFS-Lexikon A–Z

Medizinische Begriffe einfach erklärt – mit direkten Links zu den vertiefenden IG-SAFE-Themenseiten. Die alphabetische Auswahl enthält alle hier hinterlegten Begriffe; nicht jeder Buchstabe muss belegt sein.

Unabhängiges Informationsangebot · Transparenz

IG SAFE ist ein unabhängiges Vereinsangebot und keine Behörde. Die Erklärungen wurden mit KI-Unterstützung redaktionell aufbereitet und ersetzen keine medizinische Beratung. Quellen und Transparenz

Bildmarke Medizin – Brücke als Symbol für Orientierung und gegenseitiges Verstehen

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Ein Begriff ist unklar? Über die Buchstaben gelangst du direkt zur Erklärung. Die Links darunter führen zu ausführlicheren Informationen.

ABCDEFGHILMOPRSTVZ

A

Aktivitätsmanagement

Anpassung körperlicher, geistiger, emotionaler und sozialer Aktivitäten an die individuelle Belastungsgrenze. Bei ME/CFS dient es vor allem dazu, PEM möglichst zu vermeiden.

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Autonome Dysfunktion

Störung der Regulation unwillkürlicher Körperfunktionen, etwa Herzfrequenz, Kreislauf oder Temperatur. Kann bei ME/CFS auftreten.

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B

Bell-Score

Skala zur groben Einschätzung der funktionellen Einschränkung bei ME/CFS. Ein Zahlenwert ersetzt keine individuelle ärztliche Beurteilung.

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Belastungsgrenze

Individuelle, teils schwankende Grenze, ab der Aktivitäten Beschwerden oder PEM auslösen können. Sie umfasst mehr als körperliche Bewegung.

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Brain Fog

Alltagsbegriff für kognitive Beschwerden wie Konzentrationsprobleme, verlangsamtes Denken oder Wortfindungsstörungen.

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C

Crash

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine starke Verschlechterung nach Belastung; häufig im Zusammenhang mit PEM verwendet.

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D

Differenzialdiagnostik

Ärztliche Abklärung anderer oder zusätzlicher Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können.

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Dysautonomie

Oberbegriff für Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems; dazu zählen bestimmte Formen der orthostatischen Intoleranz.

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E

Energy Envelope

Englischer Begriff für den individuell verfügbaren Energierahmen. Pacing zielt darauf, innerhalb dieses Rahmens zu bleiben.

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Exertion

Englisch für Anstrengung oder Belastung. Bei PEM können auch geistige und soziale Anforderungen relevant sein.

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F

Fatigue

Anhaltende oder ungewöhnlich starke Erschöpfung. Bei ME/CFS ist sie nicht mit gewöhnlicher Müdigkeit gleichzusetzen; PEM ist ein besonders wichtiges Unterscheidungsmerkmal.

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Flare-up

Vorübergehende Verschlechterung von Beschwerden. Von länger andauernden Rückfällen wird teilweise gesondert gesprochen.

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G

GET (Graded Exercise Therapy)

Trainingsansatz mit fest vorgegebenen Aktivitätssteigerungen. NICE rät bei ME/CFS ausdrücklich von solchen festen Steigerungsprogrammen ab.

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H

Herzfrequenzmonitoring

Beobachtung des Pulses als mögliche Ergänzung des Pacing. Nicht für alle Erkrankten geeignet und kein Ersatz für Symptomwahrnehmung; besonders bei POTS sind Werte schwerer interpretierbar.

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Hypersensitivität

Erhöhte Empfindlichkeit etwa gegenüber Licht, Geräuschen, Berührung oder Gerüchen. Reizreduzierung kann deshalb wichtig sein.

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I

Immunsystem

Körpereigenes Abwehrsystem. Immunologische Auffälligkeiten werden bei ME/CFS erforscht; aus einzelnen Laborwerten allein lässt sich die Erkrankung nicht sicher diagnostizieren.

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L

Long COVID

Oberbegriff für länger anhaltende Beschwerden nach einer SARS-CoV-2-Infektion. Ein Teil der Betroffenen erfüllt die Kriterien für ME/CFS.

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M

MCAS

Mastzellaktivierungssyndrom. Kann mit einer Vielzahl an Beschwerden einhergehen und als Begleiterkrankung in Betracht kommen.

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ME/CFS

Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom: komplexe, oft schwer beeinträchtigende chronische Erkrankung, bei der PEM ein zentrales Merkmal ist.

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O

Orthostatische Intoleranz

Beschwerden in aufrechter Körperhaltung, die sich im Liegen bessern können; zum Beispiel Schwindel, Benommenheit oder Herzrasen.

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P

Pacing

Individuelles, vorausschauendes Energie- und Aktivitätsmanagement, um PEM und Zustandsverschlechterungen möglichst zu verhindern. Kein Aufbautraining.

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PEM (Post-Exertional Malaise)

Belastungsinduzierte Symptomverschlechterung nach körperlicher, kognitiver, emotionaler oder sozialer Aktivität; oft verzögert und mit langer Erholung.

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POTS

Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom: überschießender Pulsanstieg bei aufrechter Haltung, häufig mit weiteren Beschwerden.

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Post-Vac-Syndrom

Bezeichnung für anhaltende Beschwerden nach einer Impfung. Die genaue Abklärung möglicher Ursachen ist wichtig; Begriff und diagnostische Einordnung sind nicht einheitlich.

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R

Reizabschirmung

Reduktion von Licht, Geräuschen, Berührung oder anderen Reizen zur Entlastung bei ausgeprägter Empfindlichkeit.

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Rückfall (Relapse)

Länger anhaltende Verschlechterung des bisherigen Zustands, etwa nach Überlastung oder Infekten.

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S

Schweregrade

Einteilung des Ausmaßes funktioneller Einschränkungen. Schwere und schwerste Verläufe können umfassende Unterstützung bei grundlegenden Alltagstätigkeiten erfordern.

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Schlafstörung

Bei ME/CFS ist Schlaf oft nicht erholsam; auch Ein- und Durchschlafprobleme können auftreten.

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Symptomtagebuch

Kurze Dokumentation von Aktivitäten und Beschwerden, um mögliche Auslöser verzögerter PEM zu erkennen. Nur soweit das Führen selbst nicht belastet.

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T

Trigger

Auslöser einer Symptomverschlechterung, beispielsweise Anstrengung, Reizüberflutung, Stress oder Infektionen.

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V

Versorgungsplanung

An die Belastbarkeit angepasste Organisation von medizinischen Terminen, Pflege, Hilfsmitteln und Unterstützung.

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Z

Zustandsverschlechterung

Zunahme bestehender oder Auftreten neuer Beschwerden; bei ME/CFS besonders im Zusammenhang mit PEM und Überlastung relevant.

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Medizinische Grundlagen

Die kurzen Erklärungen orientieren sich unter anderem an den Empfehlungen von NICE, CDC und der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS. Begriffe und Forschung entwickeln sich weiter.

  • NICE NG206 – Diagnose und Management von ME/CFS
  • CDC – ME/CFS Management
  • Deutsche Gesellschaft für ME/CFS – Pacing

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