Für eine differenzierte, respektvolle und sachlich angemessene Haltung gegenüber ME/CFS-Betroffenen
Eine gemeinsame Stellungnahme von Fachpersonen aus Medizin, Psychotherapie und Wissenschaft wendet sich gegen pauschalisierende und stigmatisierende Darstellungen von Menschen mit ME/CFS.
Erfahrungen aus Versorgung und Wissenschaft
Die Unterzeichnenden beschreiben die große Mehrheit der Betroffenen als konstruktiv, reflektiert und lösungsorientiert. Zugleich heben sie den Wert der Betroffenenperspektive für eine bislang unzureichend verstandene Erkrankung sowie für Versorgung und Forschung hervor.
Kritik an pauschalisierenden Zuschreibungen
Einzelne schwierige oder konflikthafte Begegnungen dürfen nicht verallgemeinert werden. Zuschreibungen wie „aggressiv“ oder „schwierig“ können Misstrauen, vorschnelle Psychologisierung und zusätzliche Versorgungsprobleme fördern.
Respektvolle und sachliche Haltung
Die Unterzeichnenden treten für eine differenzierte, respektvolle und sachlich angemessene Sprache und Haltung ein. Sie verstehen diese als Voraussetzung für vertrauensvolle Versorgung und konstruktive wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Unterzeichnende und Einordnung
Unterstützt wird die Stellungnahme von Fachpersonen aus Medizin, Psychotherapie, Psychologie und Wissenschaft aus mehreren Ländern. Die Unterstützung erfolgt jeweils in persönlicher Eigenschaft; genannte Funktionen und Institutionen dienen ausschließlich der fachlichen Einordnung.
Vollständige Stellungnahme als PDF öffnen
Hinweis von IG SAFE: Mit der Veröffentlichung unterstützen wir das Anliegen, eine sachliche, differenzierte und respektvolle Auseinandersetzung mit ME/CFS und den Erfahrungen der Betroffenen zu fördern. Medizinische Anliegen müssen unvoreingenommen geprüft und individuelle Belastungsgrenzen angemessen berücksichtigt werden.